„Rund ums Haus“

Hans Spielmann, Quellen: SRF MissionB

Tipps für den naturnahen Garten
Einheimische Pflanzen sind die Lebensgrundlage von vielen Tierarten und deshalb besonders wichtig für die Biodiversität. Auch Totholz, Asthaufen, Steinhaufen oder Biotope bieten wertvolle Lebensräume. So wird euer Garten zum Paradies für Schmetterlinge, Wildbienen, Eidechsen und Igel.

Kleine Raupen, die sich in farbenfrohe Schmetterlinge verwandeln, Igel, die sich in einem Laubhaufen verkriechen, Bienen, die von Blüte zu Blüte summen, Vögel, die in der Hecke nisten und Eidechsen, die sich auf warmen Steinen sonnen. In einem einzigen naturnahen Garten können bis zu 1000 verschiedene Tierarten beobachtet werden. Viel Spass dabei!
Je näher naturnahe Gärten beieinander liegen und je weniger gefährliche Strassen dazwischen sind, desto grösser ist der ökologische Wert des einzelnen Gartens. Motiviert also am besten auch eure Nachbarn, ihren Garten naturnah zu gestalten.

Tipp 1: Alles stehen- und liegenlassen
Lebensraum für einheimische Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, bedeutet nicht zwingend, Aufwand zu betreiben. Im Gegenteil. Es ist nicht nötig, stundenlang zu jäten oder den Garten zu säubern wie die Wohnstube. Man kann auch einmal etwas stehen lassen, Brennnesseln zum Beispiel, die Lebensgrundlage für viele Insekten sind.

Tipp 2: Totes Holz ist voller Leben
Ein umgefallener Stamm, ein hölzerner Zaunpfahl oder ein abgestorbener Baumstrunk ist alles andere als tot. Pilze und diverse Insekten beleben Totholz besonders gerne. Asthaufen bieten vielen Tieren Unterschlupf, Nahrung und Lebensraum. Besonders wichtig sind sie für Blindschleichen, Kröten und Eidechsen, aber auch für Vögel, Fledermäuse und verschiedene Insekten.

Laub kann unter Strauchwerk deponiert werden. Lärmige Laubbläser sind nicht nötig, denn Laubhaufen sind Lebensräume für zahlreiche Bodenlebewesen. Nach einer Weile wird das Laub zu humusreichem und somit wertvollem Kompost.

Astbündel eingearbeitet in bestehende Hecken (Benjeshecke) bieten Schutz vor negativen Umwelteinflüssen und sind gleichzeitig Lebensraum mit optimalem Kleinklima für zahlreiche Tiere. Die Benjeshecke filtert Staub, Schmutz, schädliche Abgase und wirkt lärmdämpfend.