Info 2575: Editorial

Herzenssache
Brigitte Gross, Hagneck

Ein riesiges, wunderschönes Rosengesteck empfängt mich am Rande des Dorfplatzes. Hunderte farbige Rosen stellen drei farbige Herzen dar. Ich fühle mich herzlich willkommen. Dahinter nehme ich emsiges Treiben an den Verkaufsständen wahr. Ich gehe einige Schritte weiter über den Dorfplatz. Um mich herum ein dezentes Stimmengemisch. Ich tauche ein in eine angenehme, entspannte Stimmung. So schön – es ist wieder Dorfmärit in Täuffelen! Ab und zu höre ich Wortfetzen wie „Hallo, wie geht es dir?“ oder „Ach, dich habe ich schon lange nicht mehr gesehen“ und „Gut begegnen wir uns, ich wollte dich noch etwas fragen …“ Schön, so soll es sein: ein Treffpunkt für Alt und Jung im Zentrum des Dorfes.
Der Dorfmärit ist mit etwas weniger als 30 Verkaufsständen ein eher kleiner Märit und wurde nun bereits zum vierten Mal vom Dorfverein 2575 organisiert. „Es ist nicht unser Ziel einen grossen Märit daraus entstehen zu lassen. Die Besucherinnen und Besucher sollen sich auf dem Märitgelände ungestört unterhalten können, ohne dass sie von einer Menschenmasse ungewollt weitergeschoben werden“, meint Silvia Tschantré, Mitorganisatorin des Dorfmärites und Vorstandsmitglied des Dorfvereines 2575.
Etwas abseits höre ich ein Rumpeln und Kinderstimmen. Aha, der Rollerparcours ist auch dieses Jahr in Betrieb. Kinder sausen mit Rollbrett, Bobby Car, Trottinett und Skates geschickt über Hindernisse und üben sich im Stelzenlaufen. Andere Kinder sind derweilen beim Kinderflohmarkt, wo sie ihre ausrangierten Spielsachen anpreisen oder selber auf Schnäppchenjagd gehen.
Ich schlendere weiter durch die Stände und staune über die vielen selbstgemachten Dinge, die schön präsentiert auf ihre Käufer warten. Für den Hunger werden allerlei Esswaren angeboten. Einige Besucher gönnen sich ein feines Raclette oder entscheiden sich für eine Portion Fisch vom hiesigen Fischer. Andere hungrige Besucher verweilen an den Tischen des Restaurant Ambiance beim Wohnguet und lassen es sich dort gut ergehen. Süsse Speisen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Der Kuchenstand bietet allerlei Köstlichkeiten an. Dieses Jahr schwirren die Wespen zum Glück nicht so hartnäckig um die süssen Speisen, wie es letztes Jahr der Fall war. Das Ofenhaus-Team ist gerade dabei, ofenwarmes Brot an ihrem Stand auf der leergekauften Verkaufsfläche auszubreiten. Hm, wie das duftet!
Die örtlichen Partein werben an ihren Ständen um die Gunst ihrer zukünftigen Wähler, schliesslich sind schon bald National- und Ständeratswahlen. Mit einem Crêpestand, einem nostalgischen Rösslispiel, einer elektrischen Tisch-Autorennbahn oder sogar einem Hund mit Luftballon am Hundegstälti als Werbeträger sind die Attraktionen für viele Besucher eine willkommene Bereicherung am Märit.
Ein herzliches Dankeschön an den Dorfverein 2575 und an alle Helferinnen und Helfer, die in irgend einer Form zum Gelingen dieses Dorfmärites beitragen und hoffentlich auch nächstes Jahr beitragen werden.