Info 2575: Editorial

1. August
Mauro Battistel, Täuffelen

Ein Editorial schreiben für eine Juli/August-Ausgabe. Nun, ich glaube das Thema steht fest – der 1. August.

Der 1. August ist der offizielle Nationalfeiertag in der Schweiz. Die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen sich im „Ewigen Bund“ zusammen.

So weit so klar. Aber wieso feiern wir gerade am 1. August und nicht am 5. August oder 4. April? Nun, die Antwort gemäss Wikipedia lautet:

Der Tag wurde erstmals am 1. August 1891 gefeiert und ab 1899 in der gesamten Schweiz jährlich wiederholt. Er ist in der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag, aber bis 1993 war er je nach Kantonen entweder ein normaler Arbeitstag, ein halber oder ein ganzer öffentlicher Ruhetag. Der 1. August als Datum des Rütlischwurs ist jedoch historisch nicht belegt (der Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi setzte in seiner, Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Schweizer Chronik, das Datum des Rütlischwures auf den „Mittwoch vor Martini“ 1307 fest, also auf den 8. November 1307). Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der 1. August zum „Geburtstag“ der Schweiz.
Die Idee, das Jahr 1291 als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft und den 1. August als Bundesfeiertag festzulegen, geht auf die Initiative der Berner zurück. In Bern wollte man 1891 das 700-jährige Bestehen der Stadt feiern. Die Verbindung mit einer 600-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft kam da sehr gelegen. Im Bericht, den das Departement des Innern am 21. November 1889 zuhanden des Bundesrates verfasste, war denn auch tatsächlich eine zweitägige Feier in Bern und nicht etwa in der Innerschweiz vorgesehen. Mit dem Bundesbrief von 1291, der das Verteidigungsabkommen zwischen den drei Urkantonen festhielt, hatte man jedoch ein Dokument gewählt, das nicht unumstritten war. Historiker zählten schon im 19. Jahrhundert für den Zeitraum von 1251 bis 1386 82 Dokumente, mit denen ähnliche Bünde besiegelt wurden. Namentlich der Bund zu Brunnen von 1315 galt vielen als Gründungsakt der Eidgenossenschaft, wenn man denn nicht überhaupt von einer schrittweisen Entstehung der Eidgenossenschaft ausging.

Also dann – lasst uns feiern – oder doch nicht? Denn Brauchtum ist da – der Feiertag auch – aber die Leute fehlen. Entweder in den Ferien – so wie ich, oder keine Lust, etwas besseres vor, oder geht mich nichts an, oder was soll denn der ganze Patriotismusklimbim.

Vielleicht sollte man den 1. August als Openair durchführen oder das OK sollte aus der 3. Oberstufenklasse bestehen oder jede/r Teilnehmer/in bekommt einen Steuerrabatt oder oder oder …
Unsere Gemeinde macht sich da neue Gedanken um das alte Brauchtum wiederherzustellen und hoffentlich bekommt sie das erwartete oder ersehnte Facelifting.

An dieser Stelle wünsche ich allen eine gute Zeit, denen, die in die Ferien gehen, schöne Ferien und denjenigen, die unseren Nationalfeiertag in Täuffelen geniessen dürfen, ein schönes Fest, angenehmes Wetter und einen guten Appetit.