„Rund ums Haus“

Hans Spielmann; Auszug aus einem Aufsatz von CLAUDIA EBLING, Fachfrau für naturnahen Garten- und Landschaftsbau ZHAW. www.natur-im-garten.ch

Ein Garten für Schmetterlinge

Schmetterlinge verzaubern uns mit ihren Farben sowie ihrer Leichtigkeit und Verspieltheit, wenn sie von Blüte zu Blüte tanzen. Bei Gärten sind die hübschen Falter wählerisch. Sie besuchen am liebsten solche, die ihnen Nahrung und Unterschlupf bieten.

Beim Anblick mancher Gärten wird einem schwer ums Herz, weil sich darin nichts Passendes für Schmetterlinge findet, weder Nahrung noch Unterschlupf. Immergrüne Nadelhölzer, Thuja, Kirschlorbeer und Schottersteine sind für Schmetterlinge wertlos. Viele Menschen lieben Schmetterlinge, sind sich aber nicht bewusst, was sie ihnen mit ihrem eintönigen Garten antun.

Mit wenig Aufwand lässt sich ein Garten oder ein Teilbereich davon in eine Schmetterlingsoase verwandeln. Schmetterlinge mögen Nektar einheimischer Blumen und Sträucher wie zum Beispiel Johanniskraut, Nachtviole, Günsel, Margeriten, Natternkopf, Fetthenne, Kräuter, Kartäusernelke, Kreuz-, Weiss- und Schwarzdorn, Wildrosen, Löwenzahn, Gundelrebe, Rotklee, Wiesenwitwenblume und viele mehr. Die Tagfalter stehen auf kräftige Blütenfarben, während sich die Nachtfalter von Duftpflanzen leiten lassen. Die Raupen bevorzugen Brennnessel, Gewürzfenchel, Dill, Wilde Möhre, Bibernelle, Kümmel, Engelwurz und Sumpfhaarstrang – alles Pflanzen, die man problemlos im Garten haben kann. Wer sich nicht auf einzelne Schmetterlingsarten beschränken möchte, bietet vom zeitigen Frühjahr (Frühblüher) bis in den Oktober Blüten- und Raupenfutterpflanzen an. Ein Schmetterlingsgarten verfügt über genügend Nahrung für Falter und Raupen und bietet Schmetterlingen Plätze zum Aufwärmen, Übernachten und Überwintern. Falter, die im Winter nicht in den Süden ziehen, überwintern als Puppe an Zweigen oder verdorrten Pflanzenstängeln, manche sogar als adulte Falter. Lassen Sie deshalb die schützende Laubschicht über den Winter im Garten liegen und verdorrte Pflanzenstängel stehen, und zwar so lange, bis die wärmenden Sonnenstrahlen die Tiere im Frühling hervorlocken und keine kalten Nächte mehr zu erwarten sind.

Das Credo „Weniger ist mehr“ gilt auch für den Schmetterlingsgarten. Weniger exotische Pflanzen, mehr einheimische Schmetterlingspflanzen. Weniger sterile, aufgeräumte mit Bahnschotter „modernisierte“ Gärten, mehr Blumenrabatten und mehr Unterschlüpfe. Weniger Aufräumarbeiten im Herbst, mehr wärmendes Laub am Boden und mehr „vergessene“ Pflanzenstängel, wo die Puppen überwintern können. Weniger Monotonie, dafür mehr Abwechslung und mehr Leben im Garten. Und genau das bringt mehr Freude ins eigene Grün – Staunen und Beobachten mit eingeschlossen.

„Lehnsch mir…?“

„Lehnsch mir…?“ ist eine Rubrik für alle, die lieber ausleihen statt kaufen und wegwerfen.
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Ausleihbedinungen (z.B. Rückgabefrist, Verschleiss, Beschädigungen) ist Sache der Ausleihparteien. Der Dorfverein stellt lediglich die Plattform zur Publikation zur Verfügung.

Rechtliche Ansprüche im Zusammenhang mit der Rubrik „Lehnsch mir…?“ gegenüber dem Dorfverein sind ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer und reges Ausleihen!

Für die Rubrik „Lehnsch mir…?“
Monique Petignat

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Info 2575: Editorial

Charlotte
Sara Gödert, Hagneck

Wie mein Name ist? Charlotte denke ich, so wie alle meine Geschwister heissen. Tief unten in der Dunkelheit sind wir aufgewachsen, wie schon unsere Vorfahren. Ich habe aber gehört, dass wir bald hinauf dürfen, ins Licht. Ein wenig Angst habe ich schon davor … Hier ist es beschaulich, ja ich würde sagen gemütlich. Ich habe die Anderen munkeln hören, dass wir nicht alle gleich sind. Wir werden von dem Bauern, der uns erntet, sortiert. Meine Form ist anders als die der Anderen, wo werde ich wohl landen? Die „Normalen“ freuen sich, sie dürfen auf den Teller, sagen sie. Die Menschen erfreuen sich an ihnen mit einer Rösti oder einer schmackhaften Kartoffelsuppe. Doch ich  … oh je, andere landen im Schweinetrog?!

Doch es gibt noch eine andere Geschichte, die hier unter der Erde die Runde macht: Wenn man Glück hat und zum Beispiel ganz rund gewachsen ist, wird man viel Spass haben. Man darf in Hagneck auf dem Härdöpfu-Fescht bei Spielen mitmachen und wird von Kindern lustig hin und her gerollt. Vielleicht habe ich ja Glück? Na ja, anders bin ich ja, aber rund??? Nein! Rundungen habe ich, aber leider zwei! So, ich glaube, es ist soweit. Wir werden geerntet. Hoppla, hoppla, hui ist das hell hier! Manchen von uns wird es ganz komisch, oder warum sind einige so grün?

Wer nimmt mich? Wo lande ich? Oh, ich werde gepackt. Bitte nicht zu den Schweinen!!! Eine Frau greift nach mir. Ich glaube, ich habe Glück! Ja, ich habe es wirklich geschafft! Ich darf als herzige Dekoration in einem wunderschönen Blumengesteck die Menschen erfreuen. In Hagneck auf dem Härdöpfu-Fescht!